Die nächste Interbiologica findet statt vom 14.-15. März 2026 zum Thema „Prävention – Wegweiser Naturheilkunde“, RheinMain CongressCenter,  Wiesbaden

0
No products in the cart

Fragen an ….

Donnerstag, 31.Juli.2025 | Prävention

  1. Prävention
  2. Fragen an ....

… Iris Kabisch, Naturheilpraxis Natürlich. Gesund. in Holzkirchen

Liebe Frau Kabisch, zu Beginn eine persönliche Frage. Sie haben Physik studiert. Wie kam es, dass Sie den Weg zur Naturheilkunde fanden?
Schon immer interessierte ich mich für die Natur und fand ihre Vielfalt und Geheimnisse faszinierend. Da ich auch eine Begeisterung für Mathematik hege, entschied ich mich schließlich für das Physikstudium. Noch heute finde ich es faszinierend, wie lebendig diese sogenannte unbelebte Materie ist. Während meiner Diplomarbeit stand ich den ganzen Tag im Labor, umzingelt von Technik. Danach wusste ich, dass ich lieber mit Menschen arbeiten möchte.

Die Schwerpunkte Ihrer Praxis sind in der allgemeinen Naturheilkunde ( http://www.iriskabisch-heilpraktiker.com) und dann insbesondere die Frauenheilkunde und der Kinderwunschbehandlung. Was hat sich in der Kinderwunschbehandlung in den letzten Jahren getan? Sehen Sie eine Änderung in den Wünschen der Patienten?
Die Wünsche der Patientinnen haben sich natürlich nicht geändert: Sie möchten ein Kind, und zwar möglichst schnell. Was sich jedoch geändert hat, sind die gesundheitlichen Voraussetzungen und das Alter: Immer mehr Frauen sind bereits Ende dreißig und bringen schwierige Voraussetzungen mit. Sie sind sehr gestresst und mit Umweltgiften belastet. Viele kämpfen schon seit Jahren mit Frauenkrankheiten wie Endometriose oder Zysten. Leider suchen sie oft erst am Ende ihres Leidensweges eine Naturheilpraxis auf, statt bereits am Anfang. Dann haben die Frauen schon viele Jahre mit Hormonkuren verbracht, deren Folgen ich dann ausbügeln muss.

Auf der nächsten Interbiologica wollen wir uns verstärkt dem Thema Prävention zuwenden. Welche Rolle spielt in Ihrer Praxis die Prävention. Gibt es Patienten, die präventiv ihren Lebensstil ändern wollen und bei Ihnen Unterstützung suchen?
Echte Prävention würde bedeuten, dass gesunde Personen in meine Praxis kommen und sich beraten lassen. Das ist jedoch nicht der Fall: Alle, die zu mir kommen, haben bereits Beschwerden, z. B. chronische Schmerzen, Verdauungsprobleme, Allergien oder Gewichtsprobleme. Wenn ich ihnen dann Möglichkeiten aufzeige, wie sie durch kleine oder große Änderungen ihres Lebensstils aus dieser Situation dauerhaft herauskommen können, sind sie sehr dankbar.
Dabei ist gesundheitliche Prävention heute wichtiger denn je, denn im Alltag sind wir ständig mit Giftstoffen und hormonwirksamen Stoffen konfrontiert. Ob in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Kleidung oder Möbeln – viele Produkte enthalten chemische Substanzen, die im Körper ihre Spuren hinterlassen. Durch bewusste Vorsorge und regelmäßige Entgiftung können wir unsere Gesundheit schützen und langfristig fördern.

Gibt es auch Frauen, die sich auf ihre Wechseljahre „vorbereiten“ oder kommen sie erst bei Symptomen?
Hier sehe ich dringenden Aufklärungsbedarf: Viele Frauen denken, dass die Wechseljahre mit dem Ausbleiben der Periode beginnen – dabei steht dieses Symptom in der Regel eher am Ende. Frauen kommen mit den unterschiedlichsten Symptomen wie Schlaflosigkeit, Gelenkschmerzen und Stimmungsschwankungen zu mir und wissen nicht, dass diese mit dem Wechsel zusammenhängen.
Aus diesem Grund halte ich zu diesem Thema im Herbst einen Vortrag für alle Frauen ab 40 Jahren: https://www.iriskabisch-heilpraktiker.com/votraege

Wenn sich Patienten nur schwer in ihrem Lebensstil umstellen können. Welche ersten Tipps geben Sie ihnen an die Hand?
Wirkliche Veränderungen kann man nur in kleinen Schritten bewältigen. Man sollte immer nur an einer Veränderung arbeiten und diese im Alltag verankern, bevor die nächste in Angriff genommen wird. Ich möchte das an einem Beispiel erläutern. Ich hatte eine Patientin, die acht Äpfel am Tag aß. Wir begannen mit sieben Äpfeln und reduzierten die Menge schrittweise. So konnte sie jede Woche einen Apfel weniger essen. Als das geschafft war, führten wir in kleinen Schritten tägliche Bewegung ein.
Viele Menschen scheitern an dem Vorhaben, alles auf einmal ändern zu wollen. Dabei ist der Tag bereits gefüllt mit Arbeit, Familie und Haushalt.

Nun eine persönliche Frage. Wie halten Sie es mit der Ernährung. Haben sie ein Rezept für eine gesunde Ernährung?
Ich esse nur wenig zuckerhaltige Lebensmittel. Dazu gehören nicht nur Süßigkeiten, Kuchen oder Schokolade, sondern auch Obst, da dieses genauso viel Zucker enthält. Selten gibt es Nudeln oder Weißbrot.
Ich esse viel Reis und Gemüse und hin und wieder Fleisch. Zu jeder Mahlzeit gibt es Omega-3-haltige Öle wie Olivenöl oder Leinöl, denn diese sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Ich verwende sehr viele frische oder getrocknete Kräuter. Im Sommer habe ich den ganzen Garten voll davon.
Ich trinke Wasser oder spezielle Kräutertees, je nachdem, was ich gerade brauche. Abends gibt es selten auch mal ein Glas Wein.
Und zu einer gesunden Ernährung gehört Bewegung: Jeden Tag mindestens 30 Minuten.
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Alles Gute für Ihre Praxis in Holzkirchen!